24. Mai 2007
Der Claim der usedSoft AG (Halle 5, Stand E32) sagt eigentlich schon
alles: Werfen Sie ihr Geld nicht aus dem Window. Oder der ist auch
nicht schlecht: Bill Gates nichts an, wenn Sie sparen wollen.
Silvia Caccia (Bild) erklärte mir das Konzept, das hinter dem Handel
mit gebrauchter Software steckt:
usedSoft kauft die Lizenzen meist aus Insolvenzen, aber auch nach
Fusionen oder Systemumstellungen. Schon hier wird das Grundprinzip
klar: Des einen Freud des anderen Leid. Denn wer zum Beispiel die
Software-Lizenzen eines konkursiten Unternehmens erwirbt, spart
zwischen 20 und 50 Prozent. Kein Wunder, dass das Geschäft wie
geschmiert läuft. Zu Beginn hätten die grossen Softwarehersteller
noch versucht, usedSoft Steine in den Weg zu legen. Doch es habe sich
gezeigt, dass sie nur mit der Keule geschwungen hätten. Denn das
Geschäftsmodell beruht auf dem so genannten Erschöpfungsgrundsatz.
Dieser besagt, dass Software, die rechtmässig erworben wurde und
nicht mehr eingesetzt wird, weiterverkauft werden kann - sofern das
Einverständnis des bisherigen Nutzers vorliegt.
Wer jetzt denkt, es seien nur alte Versionen zu haben, liegt falsch.
Es seien auch schon Exemplare von Vista erhältlich, allerdings nicht
Tausende, so Silvia Caccia. Ausserdem nutze sich Software auch nicht ab.
Das Produkte-Portfolio von usedSoft umfasst unter anderem: Microsoft, Adobe, Attachemate, Autodesk, Corel/Micrografix, Novell, Oracle (mit Originaldatenträger),
Sage oder SAP. Apple-Produkte gibt es leider kaum.
Zur Kundschaft des Unternehmens gehören beispielsweise die Stadt
München, der Flughafen München, DEKRA, Douglas, O2 oder
KarstadtQuelle. Daraus ist ersichtlich, dass sich die gebrauchte
Software für Privatanwender und Kleinstfirmen eher nicht eignet. Der
Mindestbestellbetrag liegt bei 2000 Euro.